Mittwoch, 8. Oktober 2008

Das Geld liegt auf der Straße...


Das mein ich wörtlich! Noch nie ist es mir passiert, dass so oft ein einsamer Pence oder mehr den Weg kreuzt. Fast jeden Tag finde ich ein 1, 2 oder 5 Pence Geldstück auf der Straße. Wie das so ist, hab ich mir mal dazu Gedanken gemacht..


Alles hier ist so teuer.. Ich glaube es gibt absolut nichts was man sich mit 10pence kaufen kann. Ausgehend von 1-Pence-Münzen müsste man sich also 10mal bücken um.. nichts.. zu kaufen. Ich glaube ja, dass das allen Londonern bewusst ist und sich niemand die Mühe macht ein Geldstück aufzuheben. Abgesehen von dem Spruch „ Wer den Pfennig (wahlweise auch Cent, Pence, Penny) nicht ehrt, ist den Taler nicht wert.“ habe ich also endlich einen realistisch begehbaren Weg gefunden um Reich zu werden.


Wenn wirklich absolut niemand die Geldstücke auf der Straße aufhebt außer mir, gibt es ja wesentlich mehr Geldstücke die darauf warten von mir aufgehoben zu werden. Und wenn ich auch noch die paar fleißigen Bienchen die bisher Geldstücke aufheben (wahrscheinlich alles Deutsche) überzeugen kann das sein zu lassen weil es sich nicht lohnt, bin ich Monopolist! Und da kommen wir ins Geschäft. So sollte ich locker 10 pence am Tag finden. Das macht immerhin schon mal 70Pence die Woche und alle zwei Wochen könnt ich mir ne Packung Haferflocken kaufen. Das heißt hier übrigens Porridge und ist nen sehr leckeres Frühstück. Damit spar ich mir das Geld für andere etwaige Frühstückscerealien. Der Nutzwert meiner Idee geht also sogar über das eigentlich zu findende Geld hinaus!!!!

Abgesehen davon sollte die ganze Bückerei dazu führen, dass ich mir irgendwann auch noch das Fitnesstudio sparen kann.

Und umso härter ich daran arbeite, Leute zu überzeugen das es sich einfach nicht lohnt, umso mehr werde ich finden. Das ist quasi ein exponentieller Nutzwert..


Ich hatte bisher ja immer Plan A und Plan B um reich zu werden. Plan A – ich heirate einen reichen Mann. Nen doofer Plan. Die, die von Geburt an reich sind, sind eh zu versnobbt und die, die sich hocharbeiten mussten haben eh keine Zeit für mich. Plan B – im Lotto gewinnen. Find ich wohlüberlegt und ausgereift. Ich müsste nur öfter mal nen Tippschein kaufen...
Also Plan C – Ich werde mich reich „finden“. Ich werde noch aufmerksamer den Gehweg entlangtrotten und absolut jedes Geldstück aufheben. Das könnte klappen. So hoch wie hier die Pence-Dichte pro Gehweg-Quadratmeter ist, könnte das tatsächlich funktionieren.


In dem Sinne – Ich geh dann mal nen bisschen spazieren.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Herrlicher Beitrag! Musste echt schmunzeln.

(Man merkt, dass du etwas "Wirtschaftsorientiertes" studiert hast... ;-))

Liebe Grüße nach London!
Nadja